13.04.2024. Sonja, was machen wir am Samstag? Der Sigi Fink hat ideales Bergwetter mit fetzblauem Himmel prognostiziert ­čśë Na, wir fahren in die Berge. ­čśë

Wir starten schon fr├╝h in Tulln um den Tag auskosten zu k├Ânnen. Nachdem es sich mit leerem Magen und vor allem ohne Kaffee gar nicht gut wandern l├Ąsst, machen wir einen Fr├╝hst├╝cks-Stop in der Semmering Gegend. Das Fr├╝hst├╝ck in der Landzeit Schottwien lassen wir uns richtig gut schmecken und schon gehts weiter in Richtung Th├Ârl – Aflenz.

Wir haben uns f├╝r die Wanderung auf die F├Âlzalm entschieden, eine unserer Lieblingswanderungen.

Also auf der S6 weiter bis zur Ausfahrt Kapfenberg, dort weiter Richtung Mariazell und kurz nach Th├Ârl die Abzweigung Richtung F├Âlz nehmen. Nachdem wir unser Parkticket gel├Âst haben fahren wir bis zum zweiten Parkplatz, der sich etwas n├Ąher beim Einstieg in die F├Âlzklamm befindet (der Parkticketautomat befindet sich bei Parkplatz 1).

Die Wetterprognose stimmt ­čÖé Fetzblauer Himmel und angenehme Wandertemperatur. Da brauchts heute keine Jacke und endlich ist wieder Kurze-Hosen-Wanderzeit ­čśÄ.

Nachdem wir alle ├╝berlebensnotwendigen und nicht├╝berlebensnotwendigen Wanderutensilien im Rucksack verstaut haben, geht es auch schon los.

Anmerkung Sonja: irgendwann schau ich nach was Ramona alles so in ihrem Rucksack versteckt hat – ein ganz gro├čes Geheimnis – so schwer wie der ist ;).

Zuerst ein St├╝ck der Stra├če entlang bis zu einer Br├╝cke die in die F├Âlzklamm f├╝hrt. Weiter geht es auf dem gut markierten Weg bwz. Steig – zuerst einem Bach entlang und dann steil durch den Wald hinauf. Nach ca. 1 1/2 Stunden lassen wir das Waldst├╝ck hinter uns und vor uns liegt eine genial sch├Âne Landschaft. Links der F├Âlzstein und rechts die Felsw├Ąnde des Mitteralmturms und der Schartenspitze. Wir machen eine kurze Pause und beobachten die G├Ąmse, die den F├Âlzstein in Falllinie hinterunterjagen. Da k├Ânnten wir ewig zuschauen ;), aber wir wollen ja noch zu den F├Âlzalmen und deswegen geht es weiter dem Weg entlang. Stetig ansteigend – aber mit dem Panorama vor uns vergessen wir fast die Anstrengung.

Noch ein letztes steileres St├╝ck und dann sehen wir sie schon – die F├Âlzalmen (1484 m). Die Grasserh├╝tte, die idyllisch unter dem F├Âlzstein liegt und gegen├╝ber die Herzerh├╝tte. Zu unserer ├ťberraschung steht bei der Grasserh├╝tte die T├╝r offen und es gibt kalte Getr├Ąnke. Genau richtig bei dem Wetter. ­čśë

Da wir aber noch ein St├╝ck weiterwandern wollen, machen wir bei der Herzerlh├╝tte eine kleine, aber feine Pause. ├ťber die weitere Wanderroute haben wir ja noch nicht geredet. Na ja, was soll ich jetzt sagen. Wie wir so dasitzen – mit Blick auf den F├Âlzstein – kommt pl├Âtzlich die Frage auf, warum wir da noch nicht oben waren ­čśë So schnell ich diese Frage gestellt habe – so schnell kam auch Sonjas Antwort: ÔÇ×Warum gehen wir da nicht rauf?ÔÇť Und so schnell ist der neue Plan da. ­čśë

Ein Blick auf die Uhr – na ja mit der Zeit k├Ânnte es knapp werden – denn wir haben ja um 18:30 Uhr einen Tisch in einem Restaurant in Gloggnitz reserviert. Aber egal, wir schauen mal wie weit wir kommen und sonst drehen wir halt um. Schon alleine bei dem Satz h├Ątten wir wissen m├╝ssen, dass wir nicht umdrehen bevor wir nicht oben waren beim Gipfelkreuz ­čśé Aber der Reihe nach.

F├╝r uns geht es hinter der Grasserh├╝tte hinauf ├╝ber einen Steig und wenig sp├Ąter durch ein Latschendickicht. Der Weg f├╝hrt steil und serpentinenartig in Richtung Felsen. Der Blick auf die umliegende Bergwelt fasziniert uns und immer wieder bleiben wir kurz stehen – einfach um den Augenblick zu genie├čen.

Unser Plan war es urspr├╝nglich um 15:00 Uhr umzudrehen und wieder Richtung Parkplatz zu wandern. Na ja, aber jetzt ist es 15:00 Uhr und wir haben noch etwas mehr als 100 H├Âhenmeter vor uns ­čžÉ Ich ├╝berlege kurz und stelle dann die Frage aller Fragen: ÔÇ×Sonja, wollen wir umdrehen?ÔÇť Ich glaub ich war mit der Frage noch gar nicht fertig, da h├Ârte ich schon:

ÔÇ×Fix ned, da verzichten wir lieber auf den reservierten Tisch.ÔÇť Ok, das war wohl deutlich – wir gehen weiter.

Im oberen Teil gehen wir ├╝ber schmale Schottersteige weiter steil bergauf, wobei der Schotter teils sehr lose ist – da ist Achtsamkeit angebracht. Die letzte Steilstufe f├╝hrt ├╝ber Felsen hinauf und immer wieder gibt es kleinere Stellen zu hochklettern. Uns macht das Spa├č und so geht es dann auch die letzten H├Âhenmeter recht z├╝gig voran. Oben kommen wir zu einem wundersch├Ânen Plateau – und da ist dann auch schon – das Gipfelkreuz vom F├Âlzstein (1946 m). Wir gehen den kleinen Wiesenpfad bis zu dem Kreuz und dort erwartet uns ein wahnsinnig sch├Âner Ausblick ÔŤ░´ŞĆ.

Und nebenbei sehen wir in der Ferne weitere Gipfelkreuze in der Sonne blitzen – da gibt es wohl noch einige sch├Âne Touren f├╝r uns ­čśŹ.

Wir genie├čen den Ausblick und haben den Gipfel f├╝r uns alleine. Nach dem Gipfelselfie gehts dann f├╝r uns auf gleichem Weg wieder retour in Richtung Grasserh├╝tte. Nach einem kurzen Vergeher (bei uns eh normal ­čśé) sind wir doch recht flott wieder unten und zu unserer Freude hat die H├╝tte noch offen – ein Bergbier darf sein ­čśů.

Allzu lange bleiben wir aber nicht sitzen – denn irgendwie kommt jetzt doch der Hunger und die Reservierung in Gloggnitz haben wir ja auch noch. Mit ein wenig Versp├Ątung k├Ânnte sich das noch ausgehen.

Den R├╝ckweg zum Parkplatz gehen wir in einem schnellerem Tempo – aber nicht ohne ein paar Mal zur├╝ckzuschauen auf den F├Âlzstein, hinter dem die Sonne sch├Ân langsam verschwindet.

Wenn uns beim Aufsteig zu den F├Âlzalmen jemand gesagt h├Ątte, dass unser Ziel der F├Âlzstein sein wird – wir h├Ątten es nicht geglaubt. Der Gipfel ist uns sozusagen passiert – ganz ungeplant, aber wundersch├Ân.

Das letzte St├╝ck geht es wieder entlang vom Bach hinaus aus der Klamm in Richtung Parkplatz. Und wer Sonja kennt, der wei├č: Egal wie kalt das Wasser ist – eine Abk├╝hlung muss sein ­čąÂ – damit ich jetzt nicht wie ein Weichei dasteh: ich habs auch versucht und zumindest meine Zehen waren im Wasser. ­čśë

F├╝r uns ist aber jetzt wirklich Zeit zum Parkplatz zur├╝ckzuwandern – denn wenn ich hungrig bin, kann ich auch ganz sch├Ân zickig sein und das m├Âchte echt niemand. Anmerkung Sonja: das stimmt ­čśë

Nachdem wir alles wieder im Auto verstaut haben, geht es f├╝r uns auf schnellster Route nach Gloggnitz. Wir haben vorsorglich im Restaurant Bevanda angerufen und unsere kleine Versp├Ątung bekanntgegeben.

Tja, was sollen wir sagen – das Essen war ausgezeichnet wie immer. ­čśë

Nach der l├Ąssigen Tour mit dem ungeplanten Gipfelsieg und dem super Ausklang im Bevanda gehts von dort f├╝r uns zur├╝ck Richtung Nachhause.

Fazit: Wundersch├Âne Bergtour in einer unserer Lieblingswandergebieten. Ich glaube wir werden da zu Wiederholungst├Ąterinnen ­čśé.

Anreise: Zwischen Th├Ârl und Aflenz geht es in den F├Âlzgraben – dort bis zu einem der geb├╝hrenpflichtigen Parkpl├Ątze fahren (Parkticket: 4,ÔÇö Euro / M├╝nzgeld nicht vergessen).

Route: Parkplatz (780 m) – F├Âlzklamm – F├Âlzb├Âden – Steinbockleiten – F├Âlzalm (1484 m) – F├Âlzstein (1946 m).

Einkehr: Gasthaus Schwabenbartl, Grasserh├╝tte.

Ausr├╝stung: Wanderausr├╝stung (ev. Wanderst├Âcke f├╝r den Abstieg von den F├Âlzalmen zum Parkplatz retour), Wanderschuhe.

Hinweis: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Restaurant-Tipp Gloggnitz: Restaurant Bevanda, 2640 Gloggnitz, Hauptstra├če 11. Supergutes Essen – wir empfehlen zu reservieren.

Sch├Ân, dass ihr uns begleitet!

Ramona

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